Auf beeindruckende Weise interpretiert Eugen Drewermann Melvilles Roman und sein Leben. Beide befassen sich mit dem Menschsein. Die handelnden Personen dienen als Projektion der damaligen Gesellschaft (1851) in den USA und haben verblüffende Parallelen zur Heutigen. Die Lebensentwürfe der Protagonisten werden psychologisch und philosophisch durchleuchtet. Ein Satz wie „Niemals wird die Magie des Bösen mächtiger wirken, als wenn jemand glaubt, das Böse besiegen zu können mit den Instrumenten des Bösen“ zeigt eine Intension Eugen Drewermanns. Als Therapeut stellt er sich die Frage, wie eine Rettung dieser zeitlosen Charaktere möglich wäre.
Christian Beuker, Männerforum Niedersachsen

Quelle:
Moby Dick oder: Vom Ungeheuren, ein Mensch zu sein: Eine tiefenpsychologische Deutung
von Eugen Drewermann
560 Seiten
ISBN: 978-3530170108
Herausgeber: Patmos (2004)
www.patmos.de